{"id":887,"date":"2025-09-26T17:26:22","date_gmt":"2025-09-26T15:26:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=887"},"modified":"2025-09-28T10:48:49","modified_gmt":"2025-09-28T08:48:49","slug":"grundeinkommen-und-freie-kooperation-statt-arbeitszwang-und-arbeitsdienst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=887","title":{"rendered":"Grundeinkommen und freie Kooperation statt Arbeitszwang und Arbeitsdienst."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kritik des Konzepts der \u201eGarantierten Grundarbeitszeit\u201c&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Ronald Blaschke<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Replik auf Timm Kunstreichs Beitrag mit dem Titel \u201eKooperation statt Alimentierung. Garantierte Grundarbeitszeit (GGA) statt bedingungslosem Grundeinkommen\u201c (Kunstreich 2023) fokussiert auf die Kritik seines verk\u00fcrzten Begriffs des Grundeinkommens, seine unzul\u00e4ngliche Wiedergabe des Konzepts des Sozialen Infrastruktur und auf die Kritik seines Konzepts der \u201eGarantierten Grundarbeitszeit\u201c. Auf eine emanzipatorische und transformatorische Alternative wird hingewiesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zum Begriff des Grundeinkommens<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der von Timm Kunstreich verwendete Begriff des Grundeinkommens wird weder den in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verwendeten Begriffsbestimmungen im deutschsprachigen Raum noch aktuellen Definitionen des Grundeinkommens gerecht. In der Zeit von 1984 bis 1990 arbeiteten deutsche und \u00f6sterreichische Wissenschaftler*innen im Anschluss an die vorausgegangene Existenzgelddebatte (vgl. Fachhochschule Frankfurt am Main 1983) die Kriterien eines Grundeinkommens heraus: Es soll jedem Menschen, damit auch ohne jegliche Bed\u00fcrftigkeitspr\u00fcfung (universell, bezogen auf den Status der Person), die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe erm\u00f6glichen, in Form eines individuellen Anspruchs (personenbezogen) und unabh\u00e4ngig von einer Arbeitspflicht, einem Arbeitszwang, einer Arbeit(sbereitschaft) bzw. -leistung bzw. einem Zwang zu anderen Gegenleistungen (bedingungslos, bezogen auf das Verhalten der Person) (vgl. zum Beispiel Opielka 1984; B\u00fcchele, Wohlgenannt 1985; Opielka, Stalb und Vobruba in Opielka, Vobruba 1986; Wohlgenannt 1990). Diese wesentlichen Kriterien eines Grundeinkommens m\u00fcssten Timm Kunstreich bekannt sein, ebenso die entsprechenden Definitionen des Grundeinkommens und Erl\u00e4uterungen dazu auf den Webseiten des \u00f6sterreichischen und des deutschen Netzwerks Grundeinkommen, der Netzwerke Unconditional Basic Income Europe und Unconditional Basic Income \u2013 European Initiative.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemessen an diesen Bestimmungen des Grundeinkommens sind die Ausf\u00fchrungen von Kunstreich irritierend, so zum Beispiel, dass sich die Bedingungslosigkeit des Grundeinkommens auf die Abwesenheit einer Bed\u00fcrftigkeitspr\u00fcfung beziehen w\u00fcrde bzw. entsprechend \u201eoperationalisiert\u201c werden k\u00f6nne. (vgl. Kunstreich 2023: 31, 35). Diese Interpretation der Bedingungslosigkeit blendet das wichtige Kriterium, dass sich auf das Verhalten von Menschen bezieht (Arbeitsleistung, -bereitschaft, -zwang, Gegenleistung usw.) aus. Dies hat bei Kunstreich einen konzeptionellen, begr\u00fcndungslogischen Hintergrund, der sich mit seinem Konzept der \u201eGrundarbeitszeit\u201c erschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Zumindest gro\u00dfe Unkenntnis weist der Beitrag von Kunstreich auch auf, wenn von ihm behauptet wird, dass a) das \u201eBedingungslose Grundeinkommen (BGE), [\u2026] nur in wenigen Konzepten wirklich \u201abedingungslos\u2018 ist (also ohne Bed\u00fcrfnispr\u00fcfung)\u201c (Kunstreich 2023: 35), b) \u201efast alle Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein BGE Verteilungsmodelle \u00fcber das Finanzamt enthalten\u201c (ebenda) oder c) \u201ealle Verteilungsmodelle\u201c ein \u201eimmer weiter steigendes Bruttoinlandsprodukt zur Voraussetzung\u201c (ebenda) h\u00e4tten. Schon ein kurzer Blick auf Grundeinkommenskonzepte in Deutschland sowie auf Verlautbarungen von sozial Bewegten und Wissenschaftler*innen h\u00e4tte Kunstreich eines Besseren belehren k\u00f6nnen (vgl. zum Beispiel Blaschke 2017; Blaschke 2018; Blaschke 2024a).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seltsam sind viele weitere Behauptungen, die Kunstreich in seinem Beitrag \u00fcber das Grundeinkommen aufstellt, vielfach ohne jegliche Begr\u00fcndungen oder Nachweise. Darauf kann hier aus Begrenzungsgr\u00fcnden nicht eingegangen werden. Festgehalten werden soll: Das Grundeinkommen deckt universell, bedingungslos und individuell das allgemein bzw. demokratisch anerkannte Mindestma\u00df an <em>Geldressourcen<\/em> ab, die f\u00fcr \u201edas Betreiben des eigenen Lebens und die umfassende Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft und ihrer Zukunft\u201c (AG links-netz, 2013b: 58) n\u00f6tig sind \u2013 nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Methodischer Dualismus von Individuum und Gemeinwesen&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kunstreich behauptet, dass das Grundeinkommen einem \u201emethodischen Individualismus\u201c verbunden und dabei \u201edie zentrale Denkfigur und materieller Bezugspunkt\u201c das \u201eeinzelne Individuum\u201c (Kunstreich 2023: 35) sei. Diese Behauptung wird garniert mit dem Hinweis, dass dies an Margret Thatchers bekannten Ausspruch \u201eich kenne keine Gesellschaft, ich kenne nur Individuen\u2026\u201c erinnere. Unreflektierte Vorw\u00fcrfe gegen das Grundeinkommen sind bekannt, rufen aber in seri\u00f6sen Debatten ein m\u00fcdes L\u00e4cheln hervor. Aus Begrenzungsgr\u00fcnden kann ich hier nicht auf das in den meisten sozialphilosophischen Begr\u00fcndungen f\u00fcr ein Grundeinkommen zugrunde gelegte Verh\u00e4ltnis von Individuum und Gemeinwesen bzw. Gesellschaft eingehen. Auch die Marxist*innen vertraute \u201eDialektik von Verhalten und Verh\u00e4ltnissen\u201c d\u00fcrfte ausreichender Anlass sein, sich \u00fcber den methodischen Zusammenhang von individueller Erm\u00e4chtigung (zum Beispiel durch Grundeinkommen und andere soziale Garantien) und gesellschaftlichen Herrschafts- und Produktionsverh\u00e4ltnisse in Grundeinkommenskonzepten Gedanken zu machen. Schon die \u00dcberschrift des Beitrags von Kunstreich \u201eKooperation statt Alimentierung\u201c zeigt, dass Kunstreich die mit dem Grundeinkommen verbundene Erm\u00f6glichung in Freiheit t\u00e4tig zu sein nicht erfasst, also die Erm\u00f6glichung notwendiger und autonomer (selbstzweckhafter) Arbeiten und T\u00e4tigkeiten f\u00fcr die (Re)Produktion von Gesellschaft und Individuen jenseits materieller Erpressung und N\u00f6tigung \u2013 sowohl in eigner T\u00e4tigkeit als auch in freier Kooperation (vgl. Gorz 2000; Spehr 2003; Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt \u00d6sterreich, Netzwerk Grundeinkommen Deutschland 2006). Grundeinkommen ist <em>ein<\/em> wesentlicher Garant f\u00fcr eine andere Qualit\u00e4t des Verh\u00e4ltnisses von Individuum, (Re)Produktion und Gemeinwesen. Es impliziert einen Qualit\u00e4tssprung in diesem Verh\u00e4ltnis. Kunstreichs Denkfigur ist ein Individuum-Gesellschaft-Dualismus, fast schon Antagonismus: dort das Individuum mit Grundeinkommen, da die gemeinschaftliche bzw. kooperative Produktion\/Arbeit. Deswegen muss er zwangsl\u00e4ufig beim \u00f6konomischen Arbeitszwang und bei einem Grundarbeitsdienst landen, bei einem methodischen und praktischen Paternalismus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zum Konzept der Sozialen Infrastruktur<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unreflektiert sind die Ausf\u00fchrungen Kunstreichs zum Konzept der Sozialen Infrastruktur der AG links-netz. So wird unterschlagen, dass zum Konzept der Sozialen Infrastruktur auf der Ebene des Individuums das Grundeinkommen geh\u00f6rt. Von Kunstreich wird nur auf eine \u201eGrundsicherung\u201c im Konzept der Sozialen Infrastruktur hingewiesen, mit dem Verweis auf einen Beitrag von Joachim Hirsch, Mitglied der AG links-netz, von 2005 (vgl. Kunstreich 2023: 37 f.). Andere Beitr\u00e4ge der AG links-netz mit der eindeutigen Benennung des Grundeinkommen als Bestandteil des Konzepts der Sozialen Infrastruktur (vgl. AG links-netz 2012) werden ignoriert. Auch die unterschiedlichen Gewichtungen des Grundeinkommens durch verschiedene Wissenschaftler*innen, die sich mit dem Konzept der Sozialen Infrastruktur auseinandersetzen, werden nicht wahrgenommen: von \u201enicht die wichtigste Einheiteiner Sozialpolitik als Infrastrukturpolitik\u201c seiend (AG links-netz 2013b: 64: 61), \u00fcber eine im Kapitalismus \u201esinnvollste\u201c und \u201eam ehesten selbstbestimmte Art, zu den ben\u00f6tigten Ressourcen zu kommen\u201c, die \u201eirgendwelcher Zentralversorgung mit ihrer b\u00fcrokratischen Herrschaftlichkeit weit vorzuziehen\u201c w\u00e4re (ebenda), bis zur Einsch\u00e4tzung, dass Grundeinkommen \u201enicht der unwichtigsteTeil in einem Transformationsprozess von Sozialpolitik zur Sozialen Infrastruktur\u201c (Bareis, Cremer-Sch\u00e4fer 2013: 181) sei. Festzustellen bleibt, dass Kunstreich analog seinem Dualismus von Individuum und Gemeinwesen eine Kluft zwischen Grundeinkommen und sozialen Garantien erzeugen m\u00f6chte, die beispielsweise im Konzept der Sozialen Infrastruktur gar nicht existiert. Er meint: Soziale Garantien \u201ew\u00fcrden so weit wie m\u00f6glich als kollektive Sicherheiten konzipiert, in denen die individuelle Konsumtion eine untergeordnete Rolle spielt.\u201c (Kunstreich 2023: 36) Erstens spielt aber die \u201eindividuelle Konsumtion\u201c, zum Beispiel erm\u00f6glicht durch ein Grundeinkommen, offensichtlich f\u00fcr die AG links-netz keineswegs eine untergeordnete Rolle, wie schon deutlich wurde und folgend weiter begr\u00fcndet wird. Zweitens steht das Grundeinkommenskonzept ebenso f\u00fcr eine \u201ekollektive Sicherheit\u201c, bedeutet eine \u201ekollektive Bereitstellung\u201c von Ressourcen, zum Beispiel aus Gr\u00fcnden seiner Universalit\u00e4t bzw. seiner demokratischen Ausgestaltung und Einf\u00fchrung analog anderer Ebenen der Sozialen Infrastruktur. Drittens sind \u00f6ffentliche universelle Zug\u00e4nge zu Bildung, \u00d6PNV usw. ebenfalls nichts weiter als individuelle Konsumtionsakte, denn das Individuum konsumiert \u00f6ffentliche Bildungs- oder Mobilit\u00e4tsangebote \u2013 entsprechend seiner individuellen Bedarfslage \u2013 und nicht ein \u201eKollektiv\u201c. Nur das dabei der Staat durch die Finanzierung der \u00f6ffentlichen Infrastruktur und Dienstleistungen zum \u201ekollektiven\u201c K\u00e4ufer wird. Am Charakter der individuell konsumierten G\u00fcter und Dienstleistungen, ob nun in Form nicht monet\u00e4r vermittelter individueller Zug\u00e4nge zu \u00f6ffentlicher Infrastruktur und Dienstleistungen oder in Form von Grundeinkommen, \u00e4ndert sich dabei aber nichts: In diesem Konzept sind und bleiben dies Waren, die von Lohn-\/Erwerbsarbeitenden (Ware Arbeitskraft) mit weiteren auf dem Markt gekauften Mitteln \u201ebereitgestellt\u201c werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch irritierender ist folgende Behauptung, die mit der Behauptung der untergeordneten Rolle des Grundeinkommens verbunden ist: \u201eDie [\u2026] ausgebaute soziale Infrastruktur wird unentgeltlich zur Verf\u00fcgung gestellt und ist damit Herzst\u00fcck aller sozialen Garantien.\u201c (ebenda: 37) Die AG links-netz schreibt aber von einer \u201ein der Regel kostenlose oder gegen ein geringes Entgelt dargebotene Bereitstellung \u00f6ffentlicher, f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen zug\u00e4ngliche G\u00fcter und Dienstleistungen, [\u2026]. Dies betrifft vor allem die Bereiche der Gesundheit, des Verkehrs, des Wohnens und der Bildung.\u201c (AG links-netz 2013b: 57) Seiten weiter ist im gleichen Buch zu lesen: \u201eDaher ist es nicht sinnvoll, nicht Wohnen insgesamt, sondern nur ein bestimmtes Marktsegment [sic!] als Infrastruktur zu begreifen. Es soll der Versorgung unterer Einkommensschichten mit bezahlbarem Wohnraum dienen.\u201c (AG links-netz 2013c: 140) Im Konzept der Sozialen Infrastruktur wird also nicht nur der Infrastruktur-Bereich Wohnen als ein Marktsegment bezeichnet, was konsequent ist, weil die Wohnungen, deren Bau und Instandhaltung weitgehend vom Staat gekauft\/finanziert\/subventioniert werden. Sondern Wohnbed\u00fcrfnisse sollen f\u00fcr die arme Bev\u00f6lkerungsgruppe \u201ebezahlbar\u201c befriedigt werden. Diese und weitere \u201e\u00f6ffentliche\u201c Infrastruktur-Bereiche sind also weder universell zug\u00e4nglich, weil sie bed\u00fcrftigkeitsgepr\u00fcft sind, noch stehen sie in diesem Falle (auch im Falle, dass sie f\u00fcr alle bezahlbar, also staatlich subventioniert sein sollten) den Individuen <em>nicht kostenlos<\/em> zur Verf\u00fcgung. Sie m\u00fcssen von den Individuen in bestimmter H\u00f6he bezahlt werden. Mit der vermeintlich untergeordneten individuellen Konsumtion ist es nicht weit her, anders als Kunstreich meint. Das mit der Unentgeltlichkeit verbundene \u201eHerzst\u00fcck aller sozialen Garantien\u201c schw\u00e4chelt! Am Beispiel der Wohnung Klartext verdeutlicht: Wenn man, wie die AG links-netz, ernsthaft und \u00e4u\u00dferst begr\u00fc\u00dfenswert, gegen einen Arbeitszwang ist (vgl. AG links-netz 2013a: 12), muss man zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr ein nicht \u201euntergeordnetes\u201c Grundeinkommen pl\u00e4dieren, sonst w\u00e4re mensch n\u00e4mlich wohnungslos. Solange nicht alle (Grund-)Bed\u00fcrfnisse der Individuen bedingungslos und auch unengeltlich ausreichend befriedigt werden, muss das Grundeinkommen zwangsl\u00e4ufig <em>wesentlicher<\/em> Bestandteil der Sicherstellung eines \u201eausk\u00f6mmlichen Leben[s] ohne Arbeitszwang\u201c (AG links-netz 2013a: 12) sein. Das Kunstreich diesen wesentlichen Aspekt Sozialer Garantien auch beim Ansatz der Sozialen Infrastruktur ausblendet, ist der Ignoranz eines wesentlichen Grundsatzes sowohl des Grundeinkommens als auch der anderen Ebenen der Bereitstellung der Sozialen Infrastruktur geschuldet: n\u00e4mlich der konsequenten Ablehnung des existenziellen bzw. \u00f6konomischen individuellen Arbeitszwangs. Diese Ignoranz ist der Hintergrund seines Konzepts der \u201eGrundarbeitszeit\u201c. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich dem Ansatz der Sozialen Infrastruktur wird von vielen sozial und politisch Bewegten als auch Wissenschaftler*innen die Komplementarit\u00e4t von Grundeinkommen und weitgehend universellen Zug\u00e4ngen zu \u00f6ffentlichen G\u00fctern, Infrastruktur und Dienstleistungen betont. Das ist im ersten Grundeinkommensansatz von 1796 so, bei Erich Fromm, bei der unabh\u00e4ngigen Erwerbslosenbewegung in Deutschland (Existenzgeldbewegung). Und dies trifft f\u00fcr Grundeinkommensbef\u00fcrworter*innen, Feminist*innen und Streiter*innen f\u00fcr eine Postwachstumsgesellschaft bzw. eine radikale Dematerialisierung und Dekarbonisierung der (Re)Produktion zu (vgl. Blaschke 2010: 59 ff.; Blaschke2025a und 2025b). Leider hat Timm Kunstreich auch dies nicht wahrgenommen. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e<\/em><em>Grundarbeitszeit<\/em><em>\u201c als \u00f6konomischer Zwang und Einfallstor f\u00fcr einen Arbeitsdienst<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um sein Konzept der \u201eGrundarbeitszeit\u201c zu begr\u00fcnden, greift Kunstreich auf ein \u201ealternatives Reproduktionsschema\u201c nach Horst M\u00fcller zur\u00fcck, \u201eSozialwirtschaft\u201c oder \u201eSozialstaatswirtschaft\u201c genannt (vgl. Kunstreich 2023: 38). Mit M\u00fcller verweist Kunstreich dann darauf, dass Soziale Infrastruktur (ohne Grundeinkommen) eine \u201egesellschaftliche und \u00f6konomische Vorleistungen\u201c bzw. \u201eInvestitionen\u201c f\u00fcr die Kapitalwirtschaft ist \u2013 und von daher auch von dieser \u00fcber eine \u201eKapitaltransfersteuer\u201c finanziert werden. Kunstreich sieht ein transformatorische Potenzial darin, dass im Bereich der \u201eSozialstaatswirtschaft\u201c bzw. Sozialen Infrastruktur die \u201eFunktion des Staates als Regulator\u201c durch einen \u201eProzess der Demokratisierung der sozialen Infrastruktur\u201c zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden k\u00f6nne, zum Beispiel durch \u201eGenossenschaften [\u2026] bzw. vergleichbare kooperative Betriebsformen\u201c (ebenda: 39). Damit bewegt er sich immer noch im Bereich der Erwerbsarbeit, die sich durch die Kapitaltransfersteuer, also auch von kapitalreproduzierender Lohnarbeit finanziert. Eine m\u00f6gliche transformative R\u00fcckwirkung betrieblich-demokratisierter \u201eSozialstaatlichkeit\u201c auf die Kapital-\/Lohnwirtschaft wird nicht diskutiert. In einem weiteren Schritt bezeichnet Kunstreich die \u201eGarantierte Grundarbeitszeit\u201c als ein Element der \u201eSozialstaatswirtschaft\u201c. In Anlehnung an Frigga Haugs \u201eVier-in einem-Perspektive\u201c versteht Kunstreich darunter eine Neuordnung des Arbeitstages und der Arbeitszeit der Individuen, die gesellschaftliche Folgen haben soll: Lohnarbeitende und Nicht-Lohnarbeitende w\u00fcrden strategisch vereint, weil beide Gruppen im Rahmen des \u201eVier-in-einem Tages\u201c in den jeweils vier Arbeitsbereichen (Lohn-\/Erwerbsarbeit, Sorgearbeit, politische Arbeit und Kulturarbeit\/Mu\u00dfe\/Bildung) neben \u201e\u2018Arbeit\u2018 und Einkommen auch Best\u00e4tigung und Anerkennung erfahren und sich zugleich umfassend bilden k\u00f6nnen\u201c (ebenda: 40). Damit wird ein Denkansatz aufgerufen, den Andr\u00e9 Gorz mit Grundeinkommen, dem Recht auf Multiaktivit\u00e4t und Arbeitszeitverk\u00fcrzung\/-unterbrechung und der Aneignung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume und Infrastrukturen f\u00fcr vielf\u00e4ltige eigene und kooperative autonome (selbstzweckhafte) Aktivit\u00e4ten der Menschen ohne jegliche Erwerbszwecke und -notwendigkeiten bereits 1997 entwickelte (vgl. Gorz 2000: 102 ff.). Gorz erhoffte sich von den selbstorganisierten, auch kooperativen T\u00e4tigkeiten jenseits von Markt und Staat eine erfahrungsgest\u00e4rkte transformatorische R\u00fcckwirkung auf die heteronome Lohn-\/Erwerbsarbeit (ebenda; vgl. auch Blaschke 2024b: 46 ff.). Im Unterschied zu Gorz pl\u00e4diert Kunstreich allerdings nicht f\u00fcr ein Grundeinkommen, sondern f\u00fcr einen \u201eLohn\u201c in der \u201eGrundarbeitszeit\u201c, mit dem Begriff \u201eliving wage\u201c versehen. Dieser w\u00fcrde den Individuen (sic!) aus den von der staatlich erhobenen Kapitalwirtschaftssteuer gef\u00fcllten \u201eKommunalen Ressourcen Fonds\u201c gezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sympathisch klingt, was Kunstreich in Bezug auf die Gleichwertigkeit der T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen der Menschen schreibt: \u201eWenn man von der Gleichwertigkeit und Gleichzeitigkeit aller gesellschaftlichen Bereiche zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Produktivkr\u00e4fte und der Produktionsverh\u00e4ltnisse ausgeht, m\u00fcssen auch alle T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferung handelnder Menschen als gleichwertig und gleich sinnvoll erachtet werden.\u201c (ebenda: 40) Diesem universellen Grundsatz w\u00fcrden wohl fast alle Bef\u00fcrworter*innen des Grundeinkommen zustimmten <a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, ist doch die Grundeinkommensidee eng mit dem Ziel der Zur\u00fcckdr\u00e4ngung der Hegemonie der Lohn- bzw. Erwerbsarbeit verbunden (vgl. auch Fachhochschule Frankfurt am Main 1983). Kunstreich greift aber in der weiteren Argumentation auf Haug zur\u00fcck und widerspricht sich selbst. Haug blendet nicht nur die individuelle oder kooperative, objektbezogen Eigenarbeit (zum Beispiel Spielplatzbau oder Fahrradreparatur) in ihrem Konzept aus. Sie legt auch Wert darauf, dass die Menschen \u201ein jedem der vier Bereiche sich bet\u00e4tigen\u201c (Haug 2011: 50) m\u00f6ge. Propagiert wird von ihr das Ideal, dass jede*r jeweils vier Stunden am Tag in jedem Bereich t\u00e4tig sein solle (ebenda). Beides steht im krassen Gegensatz zu Kunstreichs Aussage, das alle T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen der Menschen <em>gleichwertig und gleich sinnvoll<\/em> sind. Denn wenn dem so w\u00e4re, g\u00e4be es keinen Grund zu verlangen, dass Menschen in verschiedenen kategorial abgegrenzten Arbeits-\/T\u00e4tigkeitsbereichen aktiv sein sollen: \u201edie Idee der Garantierten Grundarbeitszeit geht davon aus, dass jeder Mensch in allen vier Bereichen ihre oder seine spezifische Mischung [\u2026] herstellt. Jeder Mensch entscheidet selbst, welche Art von Arbeit er oder sie in den Mittelpunkt stellt.\u201c (Kunstreich 2023: 40) Zwischen einem universellen Ansatz, dass alle T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen der menschlichen Individuen gleichwertig und gleich sinnvoll sind, und einem Ansatz, der auf vier bestimmte, wenn auch individuell unterschiedlich ausgef\u00fcllte Arbeits- und T\u00e4tigkeitsbereiche orientiert, besteht ein Widerspruch. Schauen wir uns dazu das Grundarbeitszeitkonzept genauer an: \u201eUm die Gleichwertigkeit der T\u00e4tigkeiten auch materiell deutlich zu machen, bemisst sich die Grundarbeitszeit nicht in Stunden, sondern an der Geldsumme, die einem \u201aliving wage\u2018 entspricht, also einem Lohn, der das abdeckt, was zum \u201aBetrieb des eigenen Lebens\u2018 notwendig ist.\u201c (Kunstreich 2023: 40 f.) Diese etwas kryptische Beschreibung einer \u201eZeit, die sich an einer Geldsumme bemisst\u201c, bedeutet, dass es einen (\u00dcber)Lebens-Lohn in einer \u201eGarantierten Grundarbeitszeit\u201c geben soll, der die individuelle Konsumtion (sic!) notwendiger Lebensmittel absichern soll \u2013 aber a) nur, wenn diese Grundarbeitszeit geleistet wird \u2013 ansonsten (oder nach der Grundarbeitszeit) verhungert man oder muss sich in der Lohnarbeit-Kapital-Sph\u00e4re bzw. Erwerbsarbeit-Staatssph\u00e4re verdingen. Ein Grundeinkommen ist ja nicht im Konzept vorgesehen. Die (kooperierenden) Individuen sind b) dabei auch nicht frei, dem universellen Grundansatz gem\u00e4\u00df <em>ihrer<\/em> \u2013 wie auch immer gearteten \u2013 Arbeit nachzugehen. Beides wird offensichtlich mit der notwendigen beh\u00f6rdlichen Beantragung des aus dem \u201eKommunalen Ressourcen Fonds\u201c entnommenen \u201eliving wages\u201c: \u201eJede Bewohnerin und jeder Bewohner, die oder der sich f\u00fcr eine GGA [Grundarbeitszeit, R. B.] entscheidet, bekommt nun auf Antrag einen \u201aliving wage\u2018 zugesprochen. Mit dem er oder sie Lebensmittel kaufen k\u00f6nnen, die nur in Warenform zu haben sind. [\u2026] Beim Stellen des Antrags wird jede und jeder ausf\u00fchrlich dar\u00fcber informiert, welche Projekte, Initiativen und k\u00fcnstlerische Angebote es gibt, an denen sie mitwirken k\u00f6nnen. Wenn jemand erst mal eine Auszeit f\u00fcr sich selber haben muss, ist das nat\u00fcrlich auch in Ordnung.\u201c (ebenda: 42) Damit ist der universelle Grundsatz, dass <em>alle<\/em> T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen gleichwertig und gleich sinnvoll seien, eine wertlose Aussage, ebenso die des \u201egarantierten Rechtsanspruchs\u201c (ebenda: 41) auf den (\u00dcber)Lebens-Lohn. Es sein den mit Garantie w\u00e4re gemeint, <em>garantiert nur bei Ableisten einer Grundarbeitszeit als Gegenleistung, ansonsten verhungern.<\/em> Den universellen Grundsatz ernst genommen, br\u00e4uchte es keinen Antrag auf einen \u201eliving wage\u201c und einen beh\u00f6rdlichen Zuspruch dazu. Es br\u00e4uchte auch keine Auszeit, die irgendjemand oder eine Beh\u00f6rde in Ordnung finden m\u00fcsste. Denn <em>alle <\/em>T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen der Menschen sind gleichwertig und gleich sinnvoll, ob, wann, wie lange und wo auch immer die jeweiligen T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen stattfinden; ob in einer Auszeit (oder macht der Mensch da nichts?) oder jenseits dieser, im Kindes-, Erwachsenen- oder Rentner*innenalter, in einer anderen Stadt oder gar einem anderen Land, eine T\u00e4tigkeit ein ganzes Leben lang oder T\u00e4tigkeiten, die aufeinanderfolgend jeweils nur 5 Minuten dauern. Die Gleichwertigkeit aller menschlichen T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen macht eine Beantragungsbeh\u00f6rde gegenstandslos: Es sei denn, man will \u2013 anders als mit dem Grundeinkommen \u2013 den Menschen vorschreiben, ob, was, wann, wo und wie sie etwas zu tun haben, und\/oder man will kontrollieren, ob was sie wann, wo und wie tun. Das ist Paternalismus. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist a) die Bezeichnung \u201eLohn\u201c oder \u201eliving wage\u201c, der \u201etariflich abgesichert ist\u201c, es ist b) die notwendige Antragsstellung und Genehmigung, ebenso die Beh\u00f6rde, die den \u201eKommunalen Ressourcen Fonds\u201c verwaltet und sich \u201ezur H\u00e4lfte aus Delegierten von Projekten und Betrieben und zur anderen H\u00e4lfte von Bewohnerinnen und Bewohner\u201c (ebenda: 42), zusammensetzt, und es ist c) die bei der Antragstellung ausf\u00fchrlich erfolgende Information \u00fcber Projekte, an den Antragstellende mitwirken k\u00f6nnen \u2013 die stutzig und letztlich deutlich machen, in welcher politischen Tradition der Ansatz von Kunstreich steht. Diese politisch links wie rechts verortete Tradition hat zwei Spielarten: Die eine setzt auf den Grundsatz des direkten \u00f6konomischen Arbeitszwangs, auf den Grundsatz \u201eohne Arbeit kein Essen\u201c, \u201ekein Essen ohne eine nachweislich erbrachte und von wem auch immer als n\u00fctzlich und sinnvoll erachtete Arbeit oder Gegenleistung\u201c. Diese Spielart hat sich in drastischer Weise in den Ein-Euro-Jobs f\u00fcr Erwerbslose manifestiert, die sich unter bestimmten Umst\u00e4nden eine T\u00e4tigkeit im Rahmen vorgegebener \u201egemeinn\u00fctziger\u201c Projekte sogar aussuchen konnten \u2013 aber bei Nichtannahme dieses Jobs den Anspruch auf die Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende verloren. Die andere Spielart ist freundlicher verpackt, zum Beispiel in Form des Konzepts der B\u00fcrgerarbeit f\u00fcr B\u00fcrgergeld von Ulrich Beck. Dieses wurde im Rahmen der Zukunftskommission der Freistaaten Bayern und Sachsen vor rund 30 Jahren diskutiert. Dieser \u201efreiwillige\u201c kommunale Arbeitsdienst vor dem Hintergrund einer sperrzeit- und sanktionsbewehrten Absicherung f\u00fcr Erwerbslose weist \u00c4hnlichkeiten mit dem Konzept der kommunal verwalteten \u201eGrundarbeitszeit\u201c von Kunstreich auf. <a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Meine grunds\u00e4tzliche Kritik an dem Konzept der \u201eGrundarbeitszeit\u201c von Kunstreich kann wie folgt zusammengefasst werden:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Es handelt sich um ein Konzept \u201eArbeit gegen Lohn\u201c bzw. \u201eExistenzsicherung nur bei Arbeitsleistung\u201c, ein Konzept des \u00f6konomischen Arbeitszwangs. Der individuelle Arbeitszwang wird durch Kunstreich \u00fcber die kapitalistische Lohnarbeit und \u00fcber die sozialstaatswirtschaftliche Erwerbsarbeit bis in die Lebenswelt hinein verl\u00e4ngert, in den Bereich bisher unbezahlter Aktivit\u00e4ten und sozialer Beziehungen, auch ins Private der Familien- und Sorgearbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Das Konzept \u201eGrundarbeitszeit\u201c ist kompatibel mit Ans\u00e4tzen eines verg\u00fcteten Arbeitsdienstes f\u00fcr alle oder speziell f\u00fcr Erwerbslose, Jugendliche usw. Da ein Grundeinkommen von Kunstreich abgelehnt wird, bleibt zur Existenzsicherung der \u00f6konomische Zwang zur traditionellen Lohn-\/Erwerbsarbeit oder zum kommunalen Grundarbeitsdienst als Gegenleistung. Damit wird jegliche \u201eFreiwilligkeit\u201c der darin ausge\u00fcbten T\u00e4tigkeiten, des darin eingebundenen gemeinwohlbezogenen Engagements und der darin eingegangenen sozialen Beziehung dem notwendigen Erwerbszweck unterworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kritik des Konzepts der \u201eGarantierten Grundarbeitszeit\u201cAnsatz weist auch \u00fcber den staatsfixierten Ansatz der Sozialen Infrastruktur hinaus \u2013 in Richtung einer konsequent entkommodifizierten (Re)Produktion der Individuen und des Gemeinwesens jenseits von Markt und Staat.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Literatur<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>AG links-netz 2012: Sozialpolitik als Bereitstellung einer sozialen Infrastruktur. Online unter: [<a href=\"http:\/\/old.links-netz.de\/K_texte\/K_links-netz_sozpol.html\">http:\/\/old.links-netz.de\/K_texte\/K_links-netz_sozpol.html<\/a>] Letzter Zugriff 2. Februar 2025<\/p>\n\n\n\n<p>AG links-netz 2013a: Um was es geht, in: Hirsch, J.\/Br\u00fcchert, O.\/Krampe, E.-M. u. a.\/AG links-netz (Hg.): Sozialpolitik anders gedacht: Soziale Infrastruktur. Hamburg: 7-19<\/p>\n\n\n\n<p>AG links-netz 2013b: Sozialpolitik als Bereitstellung einer Sozialen Infrastruktur, in: Hirsch, J.\/Br\u00fcchert, O.\/Krampe, E.-M. u. a.\/AG links-netz (Hg.): Sozialpolitik anders gedacht: Soziale Infrastruktur. Hamburg: 50-74&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>AG links-netz 2013c: Wohnen als Infrastruktur und warum es kompliziert ist, das zu denken, in: Hirsch, J.\/Br\u00fcchert, O.\/Krampe, E.-M. u. a.; AG links-netz (Hg.): Sozialpolitik anders gedacht: Soziale Infrastruktur. Hamburg: 135-143&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bareis, E.\/Cremer-Sch\u00e4fer, H. 2013: Haushalt und Soziale Infrastruktur: komplizierte Vermittlungen, in: Hirsch, J.\/Br\u00fcchert, O.\/Krampe, E.-M. u. a.\/AG links-netz (Hg.): Sozialpolitik anders gedacht: Soziale Infrastruktur. Hamburg, 161-184<\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2025a: Grundeinkommen und Soziale Infrastruktur\/Universal Basic Services<br>\u2013 Ausgew\u00e4hlte Positionen und Zug\u00e4nge, Vortrag auf dem Fachtag \u201eBedingungsloses Grundeinkommen und Soziale Infrastruktur?! Anschlussstellen und Widerspr\u00fcche auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft\u201c an der Fachhochschule Dortmund am 24. Januar 2025. Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.ronald-blaschke.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/25-01-24-FH-Dortmund-Grundeinkommen-und-Soziale-Infrastruktur-final.pdf\">https:\/\/www.ronald-blaschke.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/25-01-24-FH-Dortmund-Grundeinkommen-und-Soziale-Infrastruktur-final.pdf<\/a>] Letzter Zugriff: 2. Februar 2025 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2025b: Literatur und Quellen zum Vortrag \u201eGrundeinkommen und Soziale Infrastruktur\/Universal Basic Services \u2013 Ausgew\u00e4hlte Positionen und Zug\u00e4nge\u201c am 24. Januar 2025 an der Fachhochschule Dortmund. Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.ronald-blaschke.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/25-01-Literatur-Quellen-zum-Vortrag-FH-Dortmund.pdf\">https:\/\/www.ronald-blaschke.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/25-01-Literatur-Quellen-zum-Vortrag-FH-Dortmund.pdf<\/a>] Letzter Zugriff: 2. Februar 2025<\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2024a: Modelle f\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.grundeinkommen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/24-02-Modelluebersicht-Grundeinkommen.pdf\">https:\/\/www.grundeinkommen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/24-02-Modelluebersicht-Grundeinkommen.pdf<\/a>] Letzter Zugriff: 2. Februar 2025&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a>Blaschke, R. 2024b: Gute Care-Arbeit \u2013 Politische Notwendigkeiten und M\u00f6glichkeiten. \u00dcberlegungen von und mit Andr\u00e9 Gorz, in: Neum\u00e4rker, B.\/Schulz, J. (Hg.): Care &amp; Gender \u2013 Potential &amp; Risks of Universal Basic Income. Z\u00fcrich: 25-65<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2018: Umverteilen statt Vermehren. Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.grundeinkommen.de\/03\/10\/2018\/umverteilen-statt-vermehren.html\">https:\/\/www.grundeinkommen.de\/03\/10\/2018\/umverteilen-statt-vermehren.html<\/a>] Letzter Zugriff: 2. Februar 2025&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2017: Grundeinkommen und Grundsicherungen \u2013 Modelle und Ans\u00e4tze in Deutschland. Eine Auswahl. Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.grundeinkommen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/17-10-\u00dcbersicht-Modelle.pdf\">https:\/\/www.grundeinkommen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/17-10-\u00dcbersicht-Modelle.pdf<\/a>] Letzter Zugriff. 2. Februar 2025<\/p>\n\n\n\n<p>Blaschke, R. 2010: Denk\u2019mal Grundeinkommen! Geschichte, Fragen und Antworten einer Idee, in: Blaschke, R.\/Otto, A.\/Schepers, N. (Hg.): Grundeinkommen. Geschichte \u2013 Modelle \u2013 Debatten. Berlin: 9-292<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcchele, H.\/Wohlgenannt, L.; Katholische Sozialakademie \u00d6sterreichs (Hg.) 1985: Grundeinkommen ohne Arbeit. Auf dem Weg zu einer kommunikativen Gesellschaft. Wien<\/p>\n\n\n\n<p>Fachhochschule Frankfurt am Main (Hg.) 1983: 1. Bundeskongre\u00df der Arbeitslosen. Protokolle, Presse, Fotos, Initiativen &#8230; Materialien zur Sozialarbeit und Sozialpolitik. Band 6. Frankfurt am Main<\/p>\n\n\n\n<p>Gorz, A. 2000: Arbeit zwischen Misere und Utopie. Frankfurt am Main<\/p>\n\n\n\n<p>Haug, F. 2011: Die Vier-in-Einem-Perspektive und das Bedingungslose Grundeinkommen. Notizen zum Diskussionsprozess, in: Allex, A.\/Rein, H. (Hg.): \u201eDen Maschinen die Arbeit \u2026 uns das Vergn\u00fcgen\u201c. Beitr\u00e4ge zum Existenzgeld. Neu-Ulm: 49-62&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kunstreich, T. 2023: Kooperation statt Alimentierung. Garantierte Grundarbeitszeit (GGA) statt bedingungslosem Grundeinkommen, in: Widerspr\u00fcche, Heft 170: 31-43<\/p>\n\n\n\n<p>Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt \u2013 \u00d6sterreich\/ Netzwerk Grundeinkommen \u2013 Deutschland 2006 (Hg.): Grundeinkommen \u2013 In Freiheit t\u00e4tig sein. Beitr\u00e4ge des ersten deutschsprachigen Grundeinkommenskongresses, Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Opielka, M. 1984: Das garantierte Mindesteinkommen \u2013 ein sozialstaatliches Paradoxon? Warum ein garantiertes Einkommen den Sozialstaat zerst\u00f6ren, retten oder aufheben kann, in: Schmid, T. (Hg.): Befreiung von falscher Arbeit. Thesen zum garantierten Mindesteinkommen. Berlin: 99-120<\/p>\n\n\n\n<p>Opielka, M.\/ Vobruba, G. 1986 (Hg.): Das garantierte Grundeinkommen. Entwicklung und Perspektiven einer Forderung. Frankfurt am Main<\/p>\n\n\n\n<p>Redaktion Widerspr\u00fcche 1984: Mindesteinkommen als soziale Garantien. Online unter: [<a href=\"https:\/\/www.widersprueche-zeitschrift.de\/de\/artikel\/mindesteinkommen-als-soziale-garantien\">https:\/\/www.widersprueche-zeitschrift.de\/de\/artikel\/mindesteinkommen-als-soziale-garantien<\/a>] Letzter Zugriff: 2. Februar 2025<\/p>\n\n\n\n<p>Spehr, C. 2023: Gleicher als andere. Eine Grundlegung der freien Kooperation (Reihe: Texte\/Rosa-Luxemburg-Stiftung; Band 9), Berlin<\/p>\n\n\n\n<p>Wohlgenannt, L. 1990: Von der Notwendigkeit und M\u00f6glichkeit der Einf\u00fchrung eines Grundeinkommens, in: Wohlgenannt, L.\/B\u00fcchele, H.: Den \u00f6kosozialen Umbau beginnen: Grundeinkommen. Wien, Z\u00fcrich: 15-156<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Mit einer grunds\u00e4tzlichen Ausnahme bzgl. T\u00e4tigkeiten und Lebens\u00e4u\u00dferungen, die Menschen- und Grundrechte missachten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Eine umfangreiche Kritik des B\u00fcrgerarbeitskonzepts und \u00e4hnlicher Vorschl\u00e4ge wurde von Andr\u00e9 Gorz ausgearbeitet (vgl. Gorz 2000: 124 ff.).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ronald Blaschke<\/p>\n<p>Der Artikel antwortet auf Timm Kunstreichs Beitrag mit dem Titel \u201eKooperation statt Alimentierung. Garantierte Grundarbeitszeit (GGA) statt bedingungslosem Grundeinkommen\u201c (Kunstreich 2023) und fokussiert auf die Kritik seines verk\u00fcrzten Begriffs des Grundeinkommens, seine unzul\u00e4ngliche Wiedergabe des Konzepts des Sozialen Infrastruktur und auf die Kritik seines Konzepts der \u201eGarantierten Grundarbeitszeit\u201c. Auf eine emanzipatorische und transformatorische Alternative wird hingewiesen. <\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/887"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=887"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":897,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/887\/revisions\/897"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}