{"id":904,"date":"2025-10-21T12:25:48","date_gmt":"2025-10-21T10:25:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=904"},"modified":"2025-10-21T12:28:35","modified_gmt":"2025-10-21T10:28:35","slug":"der-fluch-des-staates-der-fluch-der-menschheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp.links-netz.de\/?p=904","title":{"rendered":"Der Fluch des Staates, der Fluch der Menschheit"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Kai Lindemann<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Sozialanthropologie enorme Fortschritte gemacht und spannende, erkenntnisreiche Monographien vorgelegt. Das ist in erster Linie der Entwicklung der Pal\u00e4ogenetik zu verdanken, mit der neue und alte Funde von verstorbenen Individuen bez\u00fcglich Geschlecht, Herkunft und Lebensweise pr\u00e4ziser eingestuft werden konnten und damit alte Interpretationen widerlegt wurden. Aber auch neue digitale Techniken zur Lokalisierung bedeutender Ausgrabungsst\u00e4tten haben einige spekulative Annahmen der Disziplin gesch\u00e4rft.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen wissen wir, dass die sogenannten J\u00e4ger -und Sammler-Gesellschaften ges\u00fcnder und gleicher gelebt haben. Sie waren gr\u00f6\u00dfer als Menschen heute, mussten weniger f\u00fcr ihre Reproduktion arbeiten, f\u00fchrten keine Kriege, kannten keine Geschlechterhierarchie, haben behinderte Menschen ihrer Gemeinschaft verehrt und regelm\u00e4\u00dfig fremde Menschen unter sich aufgenommen. Das klingt nach dem \u201eUrparadies\u201c, das in vielen Religionen und Ideologien eine bedeutende Referenzfolie bildet. Denn die neuen Ausgrabungsbefunde vor der sogenannten \u201eSesshaftigkeit\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> geben uns keine Anhaltspunkte von Gewalt, Ungleichheit, Herrschaft oder Ausgrenzung. Allenfalls ist eine tempor\u00e4re Dominanz bestimmter Individuen ersichtlich, wie sie auch bei unseren n\u00e4chsten Verwandten den Schimpansen und Bonobos vorkommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist geschehen im Zuge des langen Prozesses der Sesshaftigkeit? Dieser Frage haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten viele Sozialwissenschaftler angenommen. Zur Frage nach der Staatsentstehung sind James Scott<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und David Graeber<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> hervorzuheben. Beide haben sich auf die Entstehung von Herrschaftstechnologien der menschlichen Gesellschaften im \u00dcbergang zur Sesshaftigkeit konzentriert. Die Rede ist von den Ur-Staaten in Mesopotamien oder Nordamerika. Hierbei sind nicht nur die fr\u00fchen Formen der saisonalen Sesshaftigkeit, als auch die zum Teil karnevalesken Legitimationen von Dominanz von gro\u00dfem Interesse bei der Betrachtung des \u00dcbergangs zu gewaltf\u00f6rmigen Staaten in der fr\u00fchen Bronzezeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat der australische Sozialanthropologe Luke Kemp ein gro\u00dfes Werk mit dem Titel \u201eGoliath\u2019s Curse, the History and Future of Societal Collapse\u201c vorgelegt. Das klingt schon weit mehr nach Dystopie als nach neuen analytischen Erkenntnissen. Doch dieser Weg muss nicht deprimierend sein, schlie\u00dflich sind gesellschaftliche Zusammenbr\u00fcche, ob als <em>failed state<\/em> oder B\u00fcrgerkrieg, ein wiederkehrendes Muster der Menschheitsgeschichte. Nur selten werden sie herrschaftstheoretisch betrachtet, meist werden sie in der R\u00fcckschau auf externe Effekte wie Seuchen oder Klimakatastrophen reduziert. Der historische Materialismus von Karl Marx und Friedrich Engels, eigentlich als Hypothese formuliert, hat sich dem Thema mit dem Begriff des Klassenkampfs angenommen und lag in der Ursachendiagnose der \u00fcberspitzten Ungleichheit, historisch betrachtet nicht falsch. Auch ohne sozialen Kollaps macht uns gegenw\u00e4rtig die \u00fcberspitzte Ungleichheit in fast allen Gesellschaften des Planeten Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Kemp entwickelt aber zu Beginn seines Buchs eine sehr optimistische These, die sich auf das oben erw\u00e4hnte \u201eUrparadies\u201c bezieht und uns im Laufe der letzten 10.000 Jahre nie verlassen hat. F\u00fcr ihn sind weder Markt (glaubt man heutzutage), noch Krieg (glaubten unsere Gro\u00dfeltern), noch M\u00fchsal und Leid (glaubten die Gro\u00dfeltern unserer Gro\u00dfeltern) ein ewiges Naturverh\u00e4ltnis. F\u00fcr Kemp sind Demokratie und Gleichheit das Naturverh\u00e4ltnis der Menschen, das sie in sich tragen, weil die Gewissheit, dass solidarische Kooperation ihre Reproduktion sichert, nie verschwunden ist. Schlie\u00dflich hat die Menschheit bis auf die letzten zehntausend Jahre die meiste Zeit unter diesem Naturverh\u00e4ltnis erfolgreich existiert. Nicht nur in dieser Annahme, auch in vielen weiteren herrschaftskritischen Begriffen besitzt Kemps Werk Analogien zur Frankfurter Schule<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. In den Vorarbeiten zur <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em> hat Horkheimer oft auf die \u201ewahre Demokratie\u201c Bezug genommen und Alfred Schmidt hat mit seinem Urteil, die <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em> sei eine \u201eAnthropologie des Tauschprinzips\u201c sogar eine Disziplinn\u00e4he konstatiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweifellos ist Kemp kein kritischer Theoretiker und seine Argumentation ist auch nicht sehr dialektisch, was ihr wiederum an einigen Stellen sogar sehr gutgetan h\u00e4tte. Kemp verbindet vielmehr eine Theorie des Staates mit den neuesten empirischen Befunden der Sozialanthropologie und historischen Arch\u00e4ologie. Zu einer dieser Beobachtungen z\u00e4hlt die Frage, wie aus der oft tempor\u00e4ren Dominanz in einer Gruppe, wie wir sie auch bei unseren n\u00e4chsten Verwandten, den Schimpansen, Bonobos oder auch Gorillas sehen, eine hierarchische Struktur in staats\u00e4hnlichen Gebilden, also Rackets, entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Er sieht die Voraussetzung in der \u201estatus competition\u201c des ewigen Primaten <em>Mensch<\/em>, also dem Wettbewerb um Anerkennung und darauf aufbauend um Liebe und Nahrung. Hier sieht Kemp die \u201eUrsuppe\u201c der verh\u00e4ngnisvollen Herrschaftstechnologien der Sesshaftigkeit. Denn nicht nur der Sieg im Wettbewerb ist entscheidend, sondern auch der Umgang der Gemeinschaft mit dem gedem\u00fctigten Individuum in der Niederlage. Ein Mechanismus, der heutzutage im sportlichen Wettbewerb noch funktioniert, auf dem Arbeitsmarkt weniger. Eine zivilisierte Gemeinschaft zeichnet sich f\u00fcr Kemp dadurch aus, dass sie das \u201eRecht des St\u00e4rkeren\u201c einhegt und gleiche Chancen permanent garantiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich ist das \u201eRecht des St\u00e4rkeren\u201c erst durch die Sesshaftigkeit entstanden, denn zuvor h\u00e4tte sich jedes Individuum mit diesem Anspruch vor der Gemeinschaft l\u00e4cherlich gemacht<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Wir Sesshaften unterscheiden uns von anderen Primaten im Horten von Ressourcen f\u00fcr die Reproduktion. Affen horten keine Lebensmittel auf lange Zeit, die den gesellschaftlichen Status dominanter Individuen auf Dauer absichern k\u00f6nnte. Das haben die Menschen aber seit der Sesshaftigkeit getan.<\/p>\n\n\n\n<p>Reis und Weizen sind die besten pl\u00fcnderbaren Ressourcen (<em>lootable ressources<\/em>) des fr\u00fchen Neolithikums. Sie waren die Grundlage der fr\u00fchen Staatsbildung mit Mustern ideologischer Legitimation. Schon James Scott hat darauf hingewiesen, dass die Getreidespeicher dieser fr\u00fchen Staaten oft neben religi\u00f6sen Zentren lagen und wie im fr\u00fchen \u00c4gypten die Herrscher zugleich religi\u00f6se F\u00fchrer waren. Hier beginnt sich der Herrschaftskomplex <em>Goliath<\/em> zu f\u00fcttern. Kemp w\u00e4hlt mit dem <em>Goliath<\/em> einen dieser \u201eSilo-Begriffe\u201c der Neuzeit, wie sie als Multitude, Gouvernementalit\u00e4t oder Moderne gel\u00e4ufig sind. Sie sind halb Mythos, halb Wahrheit und sollen die Wirklichkeit begreifen helfen. Der Goliath ist solch ein Begriff, entlehnt aus der Bibel, hat er seinen Widerpart in David. Und es braucht nicht lange um zu erkennen, dass die Allgemeinheit, ihre oft ungeschriebene Geschichte, mit dem David gemeint ist.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die pl\u00fcnderbaren Ressourcen sind neben dem Gewaltmonopol und Landbesitz der Treibstoff des Goliaths, der oft mit seinen Beherrschungstechnologien experimentiert. Die Unterschiede halten sich aber in Grenzen, und die \u00c4hnlichkeiten von Pyramiden, \u00fcber Menschenopfer bis hin zur Sklavenwirtschaft sind zwar zuf\u00e4llig, besitzen aber scheinbar historische Analogien in der Dynamik von Unterwerfung und Widerspenstigkeit. Nur die \u201elootable Ressources\u201c ver\u00e4nderten sich \u00fcber die Jahrtausende ebenso wie die Kriege zwischen den Staaten. Heute z\u00e4hlen zu den \u201elootable ressources\u201c auch die Daten der gro\u00dfen Tech-Konzerne des Silicon-Valley. Hieran wird schon deutlich, dass es Kemp nicht um einen klassischen Staatsbegriff geht. Er kritisiert sehr vehement die staatstheoretische Tradition des Westens in Form von Hobbes und Machiavelli, die beide f\u00fcr ihn eher banale Legitimations-Ideologien von Gewalt darstellen. F\u00fcr Kemp geht es um die Urform der sesshaften Gewaltakteure und das sind Rackets. Und auch hier besitzt Kemp wieder diese interessante Analogie zu den Racketschriften aus den Vorarbeiten der <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em>. Dort wurde der Racketbegriff zur Erweiterung der statischen Annahmen des historischen Materialismus eingef\u00fchrt. Und genau davon redet Kemp, wenn er \u00fcber gesellschaftliche Zusammenbr\u00fcche aus der Geschichte schreibt. Der Kollaps ist nicht die Dystopie, auch wenn wir es aus \u201eHerrschaftserz\u00e4hlungen\u201c so glauben. F\u00fcr Kemp ist \u201eMad Max\u201c historisch nicht haltbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielmehr ist ein anderes Entwicklungsszenario immer wieder zu beobachten: Nach dem Kollaps der Herrschaftsinstitutionen eines Staates entwickelt sich eine demokratische und egalit\u00e4re Gesellschaft<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Dann folgt eine Kaperung der schwachen Gemeinschaftsinstitutionen durch Rackets. Die Gesellschaft wird autorit\u00e4rer, klassen- und gewaltf\u00f6rmiger (samt Menschenopfer, Inquisitionen, Kriegen etc.) bis sie wieder aufgrund der massiven Ungleichheit kollabiert, oft unterst\u00fctzt durch Seuchen oder klimatische Verwerfungen (wie D\u00fcrren), auf die instabile Gesellschaften anf\u00e4lliger reagieren. Dann beginnt der Zyklus mit dem Aufbau einer kooperativen Gesellschaft von neuem. Nat\u00fcrlich ist das nur ein Muster, das sich jedoch oft beobachten l\u00e4sst. Im heutigen, globalen Kapitalismus w\u00e4re solch ein Zusammenbruch allerdings fataler \u2013 das verschweigt auch Kemp uns nicht, auch wenn er durchaus Auswege sieht.<\/p>\n\n\n\n<p>In Zeiten der Gegenaufkl\u00e4rung tut ein derartig stichhaltiges, argumentativ \u00e4u\u00dferst \u00fcberzeugendes und umfassendes Werk sehr gut. Es diskreditiert die banalen, zeitgen\u00f6ssischen Ideologien der Leistungsgesellschaft, die viele Menschen verinnerlicht haben. Die Grundthese dieses Buchs bringt uns zur\u00fcck zu unserem eigentlichen Auftrag, Gleichheit und Demokratie weitab von kapitalistischen Zw\u00e4ngen zu denken, damit wir kooperativ und ohne \u201eGewalt und Betrug\u201c<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> die existenziellen Herausforderungen effektiv bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Kemp hat keine Weltformel geschrieben, aber auf seine Gedanken k\u00f6nnen viele Menschen, denen es um Gerechtigkeit und Freiheit geht, aufbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kritisch ist an Kemps Werk durchaus die geringe Thematisierung der Klassen- oder auch Standesverh\u00e4ltnisse zu betrachten, die jeden Staat st\u00fctzen. Hier sind Graeber und Scott weiter, schlie\u00dflich braucht jede Herrschaftsform nicht nur die Legitimation durch die Unterworfenen, sondern auch die Zusicherung ihres Beuteanteils \u2013 sonst funktioniert sie nicht. Es h\u00e4tte dem Begriff Goliath gut getan, wenn er nicht nur von der Pyramidenspitze aus gedacht w\u00e4re, sondern auch seine Wirkung auf lokale Gemeinschaften im Fokus gestanden h\u00e4tte. Und staatliche F\u00f6deration ist mindestens genauso wichtig zu thematisieren wie die Konkurrenz und Kooperation der Rackets. In seinen Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Urspr\u00fcnge des europ\u00e4ischen Kolonialismus kommt die Rolle der Kreuzz\u00fcge, der Reconquista und der Ritterorden viel zu kurz. Und in heutigen Zeiten des Neoliberalismus und seiner extremistischen Varianten ist auch der Staat selbst eine \u201elootable Ressource\u201c geworden. Das verschweigt er uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese Defizite schm\u00e4lern nicht die Grundthese des Buchs und es ist zu w\u00fcnschen das uns noch viele dieser gro\u00dfen W\u00fcrfe der Sozialanthropologie in n\u00e4chster Zeit beschert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur solange bleibt der letzte Satz aus Kemps Buch Gewissheit:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRevolutions begin where myths end; Goliaths ends when civilization begins.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>Luke Kemp, Goliath\u2019s curse, The history and future of societal collapse, London 2025; Penguin<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Bewusst vermeide ich den Begriff \u201eneolithische Revolution\u201c, weil sich selten Revolutionen \u00fcber 2 Jahrtausende hinziehen, wie in diesem Fall.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> James C. Scott, Die M\u00fchlen der Zivilisation, Frankfurt 2017, Suhrkamp<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> David Graber, David Wengrow, Anf\u00e4nge, Stuttgart 2021, Klett Cotta<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Hier sei auf die Monographie des Rezensenten verwiesen: Kai Lindemann, Die Politik der Rackets, Zur Praxis der herrschenden Klassen, M\u00fcnster 2024<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Manchmal erinnern wir uns an dieses Moment und das nicht nur an Karneval.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Die englische Gesellschaft im 14. Jahrhundert nach der Pest ist eines der ber\u00fchmtesten Beispiele hierf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> F\u00fcr Barrington Moore ist die menschliche Geschichte der Neuzeit eine ewige Abfolge von \u201eGewalt und Betrug\u201c: Barrington Moore, Ungerechtigkeit, Frankfurt 1982 Suhrkamp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Kai Lindemann<\/p>\n<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Sozialanthropologie enorme Fortschritte gemacht und spannende, erkenntnisreiche Monographien vorgelegt. Das ist in erster Linie der Entwicklung der Pal\u00e4ogenetik zu verdanken, mit der neue und alte Funde von verstorbenen Individuen bez\u00fcglich Geschlecht, Herkunft und Lebensweise pr\u00e4ziser eingestuft werden konnten und damit alte Interpretationen widerlegt wurden. Aber auch neue digitale Techniken zur Lokalisierung bedeutender Ausgrabungsst\u00e4tten haben einige spekulative Annahmen der Disziplin gesch\u00e4rft.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/904"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=904"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":909,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/904\/revisions\/909"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.links-netz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}