Gesellschaftskritik am Limit

von Karl Czasny

Der Autor las erst kürzlich das Buch „Kapitalismus am Limit“ und sichtete vorhandene Rezensionen. In dem von Joachim Hirsch für das links-netz verfassten Beitrag mit dem Titel „Ist der Kapitalismus am Ende?“ fand er eine Rezeption, die ziemlich genau seinem Eindruck von diesem Buch entspricht. Deshalb bezieht er sich bei folgender Kurzfassung auf die Argumentation von Hirsch.

Die Donroe-Doktrin im Nahen und Mittleren Osten

von Michael B. Elm

In Europa und den USA entbrannte zu Beginn des Krieges im Iran die Frage, welche Pläne die Trump-Administration für die Zeit danach hat. Wie zu verhindern sei, dass ein bürgerkriegsähnliches Chaos entstehe oder autoritäre Kräfte zurückkehrten wie nach den Kriegen im Irak, Libyen oder Afghanistan. Ob Trump, wie so oft, einfach impulsiv gehandelt hat oder sich gar in einen Krieg hat hineinziehen lassen. Die Fragen sind wichtig, verfehlen aber das grundlegend Neue der Situation. Man hat die Ende letztes Jahres dargelegte National Security Strategy, in der die Trump-Administration ihre Ausweitung der historischen Monroe-Doktrin begründet – die sogenannte Donroe-Doktrin – noch nicht verstanden oder verinnerlicht. Dort heißt es explizit mit Bezug auf die Region des Nahen Ostens, dass das `fruchtlose´ und `kulturfremde´ Nation Building unterlassen werden soll. Trump interessiert nicht, mit welchem Regime er einen Deal abschließen kann.