Auf dem Weg in die postmoderne Stadt? Das Beispiel Vancouver

von Holm-Detlev Köhler

Vancouver ist im Ranking der Immobilienpreise die viertteuerste Stadt der Welt, direkt nach den Ausnahme-Stadtstaaten Hongkong und Singapur, sowie Shanghai, deutlich vor anderen nordamerikanischen (Los Angeles, New York) und europäischen (London, Paris) Metropolen. Bei den Durchschnittseinkommen dagegen liegt Vancouver in Nordamerika ungefähr an fünfzigster Stelle, da die meiste Beschäftigung hier im Baugewerbe, Hotel- und Gaststätten, Hafen und Handel mit eher bescheidenen Löhnen konzentriert ist, wozu sich etwas besser bezahlte öffentliche Dienstleistungen (Erziehung, Gesundheit) gesellen.

Die Bodenpolitik: Eine grundsätzliche Veränderung ist erforderlich

von Werner Heinz

Die Nachfrage nach Grund und Boden sowie Immobilien ist gegenwärtig immens. Immobilien sind nach der Finanzkrise, dem Siegeszug des Finanzmarktkapitalismus und der Niedrigzinspolitik der Banken zum prioritären Anlagefeld für Kapitalanleger geworden. Nicht allein in den Großstädten der Ballungsräume und wirtschaftlich attraktiven Mittelstädten werden Grundstücke vermehrt als Anlage- und Spekulationsobjekte gesehen, „ein zunehmendes Kaufinteresse von außerlandwirtschaftlichen Kapitalanlegern (macht sich auch) am landwirtschaftlichen Grundstückmarkt (bemerkbar)“.

Wohnungskonzerne enteignen?

von Joachim Hirsch

Wohnen ist ein schönes Beispiel dafür, was passiert, wenn die Befriedigung eines menschlichen Grundbedürfnisses dem kapitalistischen Markt überlassen wird. Richtig funktioniert hat das eigentlich nie. Entweder mussten, wie im 19. Jahrhundert, viele unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen oder es kam zu staatlichen, den Markt korrigierenden Eingriffen wie hierzulande in der Nachkriegszeit in Form des sozialen Wohnungsbaus. Dabei wurde privates Bauen unter der Bedingung öffentlich subventioniert, dass die Mieten eine Zeit lang niedriger gehalten wurden.

Soziale Infrastruktur im Gesundheitsbereich

AG links-netz

AG links-netz macht keine Politikberatung. Die Konzepte zur Sozialpolitik, die wir in die Diskussion gebracht haben, sollen Anstöße zu einem radikalen Umdenken geben. Sie sind Lockerungsübungen in einer festgefahrenen (wie immer auch „linken“) Politik, der die Ideen ausgegangen sind. Wir wollen nützliche Fragen aufwerfen, unter anderem solche, die mit „warum eigentlich nicht …?“ beginnen.