von Tsafrir Cohen
Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, andere Menschen, ihre Interessen, Gefühle, Vorstellungen und Lebensweisen zu verstehen. Dies ist die Grundlage aller universalistischen Bestrebungen und bildet nicht zuletzt eine wesentliche Voraussetzung für eine Realisierung allgemeiner Menschenrechte. Aktuell ist immer deutlicher zu sehen, dass autoritäre Regierungen und Bewegungen der Empathie den Krieg erklärt haben und einen systematischen Anti-Universalismus propagieren. Gleichzeitig weist der Empathiebegriff aber auch eine Ambivalenz auf. Er kann auch anti-universalistisch eingesetzt werden.