von Joachim Hirsch
Nach der US-Wahl hat das Finanzkapital einigen Grund zur Freude, die Industrie eher weniger. Was allerdings diese Wahl deutlich macht: es etabliert sich ein neuer Herrschaftsmodus, der der „Rackets“. Und dies nicht nur in den USA.
von Joachim Hirsch
Nach der US-Wahl hat das Finanzkapital einigen Grund zur Freude, die Industrie eher weniger. Was allerdings diese Wahl deutlich macht: es etabliert sich ein neuer Herrschaftsmodus, der der „Rackets“. Und dies nicht nur in den USA.
Uli Wesser für AK System Change Frankfurt
Care-Krise und Wohnungs-Krise, Klima-Krise und Demokratie-Krise, Migrationskrise und Kriminalitäs-Krise, Krisen der Staatsfinanzen, multiple Krise und Polykrise: Es wird heute permanent eine Vielzahl von Krisen und dem erforderlichen Schutz davor, von produktiven wie destruktiven Disruptionen und nachhaltigen Resilienzen für sie festgestellt und proklamiert. Und zwar keineswegs nur von Gesellschaftskritikern, sondern gerade auch von ihren Profiteuren und vielen Apologeten. Diese Krisen und Disruptionen werden als maßgeblich für viele Konfliktfelder, Forderungen für Einschnitte, für diverse Maßnahmen und Initiativen sowie politische Vorhaben präsentiert. Damit agieren auch die meisten linken Initiativen, sind aber gewöhnlich nicht in der Lage, sich wirklich von herrschenden Praktiken und Erklärungen zu lösen.
von Rudolf Walther
Kaum gewählt, verdiente sich Staatspräsident Macron mit seinen Ankündigungen und seinem hektischen Aktivismus den Beinamen „Jupiter“. Der machte in römischer Zeit das Kapitol und seinen Tempel zum sakralen und politischen Mittelpunkt des Imperiums. Nach den jüngsten Wahlen in Frankreich, die mit Macron genau einen Verlierer kennen, wurde aus dem altrömischen „Lichtbringer“ ein Phantom, das unter den neuen Verhältnissen gezwungen war, vom Aktivismus auf das Nichtregieren umzuschalten, um das Land zwei Monate lang regierungslos herumdümpeln zu lassen.
von Karl Czasny
Thema des folgenden Textes sind zwei mögliche Entwicklungen innerhalb der Systemgrenzen der kapitalistischen Ökonomie. Ausgangspunkt des Weges in jede der beiden Zukünfte ist die katastrophale Lage der vom Kapitalismus geschaffenen Weltgesellschaft.
von Aaron Tauss
Am 29. September finden in Österreich Nationalratswahlen statt. Glaubt man den aktuellen Umfragen, ist eine Neuauflage der derzeitigen Regierungskoalition aus konservativer Volkspartei (ÖVP) unter Bundeskanzler Karl Nehammer und den Grünen schon rein rechnerisch ausgeschlossen. In Zeiten hoher Inflation, steigender Lebenshaltungskosten, wachsender Arbeitslosigkeit, Post-Pandemie, Krieg, Energiekrise, Klimawandel, Migration, sozialer Polarisierung und zunehmender Verarmung kämen beide Parteien zusammen derzeit nur auf knapp über 30 Prozent der Stimmen.